SV Blau Weiß Kaifenheim


Der direkte Weg zur ...

Auszug aus der Chronik des SV Kaifenheim

Im Herbst 1948 fanden sich einige junge Männer zusammen, die eine erste Grundlage für die spätere sportliche Entwicklung schufen. Man traf sich am 15. September 1948 zu einer ersten Versammlung im Gasthaus Wilhelmy. Die "Statuten des Vereins" wurden beschlossen. Der Sportverein Kaifenheim wurde somit ins Leben gerufen. 
Nach Festlegung der Statuten bzw. der Satzung, wurde der Sportverein Kaifenheim zur offiziellen Zulassung als Verein bei der damaligen französischen Militärregierung des Staates Rheinland-Pfalz für den Kreis Cochem-Zell angemeldet.

Die drei erforderlichen Gründer des Vereins waren: Leo Schlaf - Peter Kaiser - Josef Meiner

Die endgültig Genehmigung durch die Militärregierung wurde am 27. Januar 1949 erteilt.

Im Gründungsjahr 1948 bestand der Vereinsvorstand aus folgenden Mitgliedern:

1. VorsitzenderLeo Schlaf
2. VorsitzenderAnton Deisen
GeschäftsführerKlaus Sutorius
KassiererJohann Schaden
SportwartPeter Kaiser
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Am 31.7.1949 wurde das erste Sportfest des Sportverein Kaifenheim durchgeführt. Es waren folgende elf Vereine der Einladung gefolgt:

Gering, Brohl, Gamlen, Binningen, Roes, Forst, Düngenheim, Illerich, Kehrig, Hambuch, Kail

Eine große Sorge bereitete in dieser Zeit das Sportplatzproblem. Der Sportplatz wurde speziell für dieses erste Sportfest von allen Freunden des Sportes und besonders von den damaligen Mitgliedern in mühsamer freiwilliger Arbeit hergerichtet und neu instandgesetzt.

Unsere Mannschaft in den Gründerjahren
stehend v. links: Oskar Johann, Ernst Simons, Albert Junglas, Leo Schlaf,
Josef Wilhelmy, Klaus Stein, Erich Meiner; Peter Kaiser
kniend v. links: Klaus Weber, Alfons Johann, Josef Sutorius
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Der Sportverein Kaifenheim war aber in den Nachkriegsjahren nicht nur sportlich aktiv. Er stellte sich unter anderem in den Dienst der neuen Glockenbeschaffung. Das für einen Theaterabend gewählte Stück trug den Titel "Meine Mutter hat's gewollt" und stammte aus der Feder eines Ortseingesessenen, Willi Laubenthal, der sich in dem genannten Schauspiel als junger Schriftsteller erstmals versucht hatte.
In den folgenden Jahren wurden in der Weihnachtszeit weitere gute Theaterstücke aufgeführt, 1951 ein Wilhelm-Tell-Spiel. Die Spieler hatten sich mit der Wahl dieses Stückes eine nicht leichte Aufgabe gestellt. Besonders die schweren Hauptrollen lagen durchweg in guten Händen. Bei der Aufführung der Passionsspiele 1952 (neun Aufführungen) und 1958 (zwölf Aufführungen) beteiligten sich die Theaterspieler des Sportvereins vollzählig.

Viele authentische Begebenheiten haben in dieser Zeit das äußere Erscheinungsbild des Sportvereins Kaifenheim mitgeprägt. So zum Beispiel wurde der erste Lederball durch ein waghalsiges Kabinettstück einiger engagierter Vereinsmitglieder angeschafft. Zuvor musste man sich mit "Schweinsblasen" zufrieden geben, die ihren Zweck als Fußball mehr recht als gut erfüllten. Der so neu erworbene Fußball wurde gehütet wie ein rohes Ei, wusste man zu gut, dass wenn während eines Spiels einmal der Ball verloren ging, oft die ganze Begegnung abgebrochen werden musste, weil kein anderer Ball zur Verfügung stand.
Zu den Auswärtsspielen ging man seinerzeit mit der gesamten Mannschaft nebst Anhang zu Fuß, per Fahrrad oder es konnte "Melesch Bert" dazu bewogen werden, die Spieler auf seinem LKW zu transportieren. 
Die allgemein widrigen Platzverhältnisse erschwerten die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes beträchtlich. Allen Missständen zum Trotz jedoch erlahmte man nicht. 
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In den 60iger und 70iger Jahren herrschte ein geregelter Spielbetrieb, wobei es Höhen und Tiefen gab. Etwa 1965 wurde eine Alte-Herren-Fußballabteilung ins Leben gerufen, die bis zum heutigen Tage bestehen blieb. Der damalige Betreuer, Richard Wilhelmy, wurde Anfang der 70iger Jahre von Ludwig Mohrs und dieser später von Klaus Johann abgelöst.

Im Jahr 1974 wurde der "Waldsportplatz" neu hergerichtet und im Rahmen eines Festes eingeweiht.

Nachdem der Verein bereits in den 60iger Jahren im Jugendbereich aktiv war - Betreuer in dieser Zeit war der damalige Schulleherer, Herr Brück - wurde nach einer Pause der Verein im Jahr 1975 auch wieder im Jugendbereich aktiv. In die Saison 1975/76 starteten wir erstmals mit einer C- und einer B-Jugend.

Am 28.11.1975 wurde der Sportverein Kaifenheim ein gemeinnütziger Verein; Voraussetzung war damals eine Gründungsversammlung. Seit dieser Zeit durfte der SV Kaifenheim als e. V. geführt werden.

Aufstiegsmannschaft der Saison 1976/77
Die Aufstiegmannschaft des Jahres 1977
Der Trainer Alfred Müllers brachte in Zusammenarbeit mit Betreuer Anton Labonte in der Saison 1976/77 endlich den langersehnten Erfolg zum Aufstieg unserer 1. Mannschaft von der 3. in die 2. Kreisklasse.

Am 27. Juli 1980 gewann unsere 1. Mannschaft in Landkern den Verbandsgemeindepokal. Dies war ein Riesenerfolg, landeten im geschlagenen Feld doch so renommierte Mannschaften wie der Bezirksligist SV Illerich und der A-Klassenvertreter TuS Düngenheim. 

Amtspokalsieger 1980
Amtspokalsieger 1980 in Landkern

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Eine bis dahin in der Vereinsgeschichte noch nie dagewesene Leistung erbrachten die beiden Seniorenteams in der Saison 1980/81. Am Ende der Saison standen beide auf Platz 1 in ihren Ligen. Die 2. Mannschaft hatte unter ihrem Betreuer Josef Geiermann auf Anhieb den Aufstieg aus der Reserveklasse in die Kreisliga D geschafft. 
Die 1. Mannschaft holte aufgrund einer Serie von 19 ungeschlagenen Spielen in Folge im Laufe der Saison noch den mit 5 Punkten führenden Spitzenreiter der Kreisliga C, Weiler-Gevenich, ein. Da beide Mannschaften punktegleich waren, wurde ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga B erforderlich. Dieses Spiel am 23. Mai 1981 auf dem Sportplatz in Senheim wurde jedoch trotz einer weitgehenden Feldüberlegenheit mit 0 : 2 verloren. 

Nachdem sich unsere 2. Mannschaft nicht in der Kreisliga D halten konnte (Abstieg als schlechteste 2. Mannschaft - nicht als Tabellenletzter! - in der Saison 1981/82) war die Mannschaft am Ende der Saison 1982/83 nun punktgleich mit der SSG Lutzerath II an der Tabellenspitze der Reserveklasse. Durch äußerst unglückliche Umstände wurde der Aufstieg in die Kreisliga D jedoch knapp verpasst.

Die 1. Mannschaft hatte eine viertägige Fahrt nach England geplant. Die Fahrt wurde bereits zu Beginn der Spielzeit von unserem ehemaligen Trainer Alfred Müllers organisiert. An dieser Fahrt sollten auch mehrere Stammspieler der 2. Mannschaft teilnehmen. Die Fahrt wurde fest gebucht. Der Reisetermin war Donnerstag, der 19. Mai 1983. Erst am letzten Spieltag der Reserveklasse Mosel entschied sich, dass zwischen dem SV Kaifenheim II und der SSG Lutzerath II ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga D nötig wurde. Am 15. Mai erhielt der Verein von dem zuständigen Staffelleiter, Kreissachbearbeiter Christmann, die Nachricht, dass das Entscheidungsspiel unwiderruflich am Samstag, dem 21. Mai 1983 (Pfingstsamstag), um 16.00 Uhr auf dem Sportplatz in Treis stattfinden soll.

Der Verein setzte nunmehr alle erdenklich möglichen Hebel in Bewegung, um eine Spielverlegung zu erreichen. Das Vereinslokal glich in den nächsten Tagen einem Tollhaus. Unterstützt in unseren Bemühungen wurden wir besonders von dem damaligen Vorsitzenden des Schulfußballausschusses und Mitglied des Jugendausschusses im Fußballverband Rheinland, Herrn Alfred Müllers. Am Mittwochabend, dem 18. Mai, hatten wir vom Kreisvorsitzenden unseres Fußballkreises Hunsrück/Mosel, Herrn Rudolf Thommes, die mündliche Zusicherung, dass das Spiel auf Montag, den 23. Mai (Pfingstmontag), verlegt würde.

Bemühungen, eine freiwillige Spielverlegung auf der Basis der Einigung mit dem Spielpartner zu erreichen, waren zu diesem Zeitpunkt bereits fehlgeschlagen. Am Donnerstag, dem 19. Mai, erhielten wir dann von Herrn Christmann die Nachricht, dass er, und somit der Vorstand des Fußballkreises, keinen Grund sähen, das Spiel zu verlegen. Es folgten Telefongespräche mit Herrn Fink, Verbandsrechtswart des FV Rheinland, und mit der Geschäftsstelle des DFB in Frankfurt --- ohne Erfolg. Die Mannschaft musste also am 21. Mai ersatzgeschwächt antreten. Man spielte unter Protest. Nach kampfbetontem Spiel musste man sich schließlich mit 6 : 3 geschlagen geben. Der Protest wurde von der Spruchkammer des Fußballkreises Hunsrück/Mosel abgelehnt. Auch die Berufung wurde von der Bezirksspruchkammer verworfen. In der Berufungsverhandlung war man sich jedoch einig, dass die Herren des Kreisvorstandes keine allzu rühmliche Rolle bei den ganzen Vorgängen gespielt hatten. 

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Im Jahr 1986 wurde eine Frauengymnastikgruppe und eine Tischtennisabteilung (inzwischen ist ein eigenständiger Tischtennis-Verein) gegründet. Damit konnte das Angebot des Vereins in Richtung Breitensport vielfältiger gefächert werden. Die große Beteiligung bei beiden Gruppen zeigte dem Verein, dass er in diesem Trend richtig lag. Am 18 August 1990 wurde unser neuer Sportplatz an der Gemeindehalle eingewiehen.

Da immer weniger aktive Spieler zur Verfügung standen (Ende der Achtziger Jahre musste schon die 2. Mannschaft abgemeldet werden), wurde der Beschluss gefasst, einen Partner für die Gründung einer Spielgemeinschaft zu suchen. Diesen fand man schließlich in dem SV Hambuch. Ab der Saison 1991/92 traten wir dann mit zwei Mannschaften als SG Hambuch/Kaifenheim zum Spielbetrieb an. 

Unsere 1. Mannschaft im 1. SG-Jahr
Die 1. Mannschaft im SG-Gründungsjahr

Unsere 2. Mannschaft im 1. SG-Jahr
Die 2. Mannschaft im SG-Gründungsjahr

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Nachdem sich unsere 1. Mannschaft Mitte der Neunziger Jahre nur eine Saison lang in der A-Klasse halten konnte, wurde sie in der Saison 1998/99 Staffelsieger der Kreisliga B und stieg somit wieder in die A-Klasse auf.

Die Saison 2000/2001 war ziemlich verkorkst. Der 11. Tabellenplatz reichte gerade zum Klassenerhalt. Das Vertrauensverhältnis zwischen der 1. Mannschaft und dem Trainer Georg Steffens schwand immer mehr, so dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich war. Dennoch gab es am Ende der Saiosn noch einen Lichtblick, der positiv in die Zukunft blicken ließ.

Am Donnerstag, dem 24. Mai 2001 (Vatertag) gewannen wir das Finale um den Fußball-Kreispokal 1 des Fußballkreises Hunsrück/Mosel gegen die SG Mörschbach/Liegshausen in Braunshorn mit 2:1.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der wir in der 15. Minute mit 1:0 in Rückstand gerieten, kamen wir in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel. Bernd Michels gelang in der 59. Minute der Ausgleich. Durch ein Tor von Dirk Johann konnten wir das Finale dann endgültig für uns entscheiden.

An dem Finalsieg waren folgende Spieler beteiligt: Groß - Frankeser, Löhr, Jung, Wambach, Müller (28. Schikora), Gügel, Stripling (88. Schumacher), B. Michels, Johann, A. Michels (57. Klinkner).

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Im Sommer des Jahres 2001 begannen wir mit dem Bau eines Vereinsheimes auf dem neuen Sportplatz in Kaifenheim. Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Vereinsmitglieder, konnte dieses Vereinsheim komplett in Eigenleistung erstellt und am 1. September 2002 offiziell eröffnet werden.

Dass die gute Leistung der Mannschaft bei dem Pokalsieg im Mai 2001 mehr als eine Eintagsfliege war, bewies sich in der Folgesaison 2001/2002. Mit 7 Punkten Vorsprung wurde unsere 1. Mannschaft souverän Staffelsieger der Kreisliga A und stieg somit zum ersten Mal in die Bezirksliga auf.

Die Saison 2002/2003 war dann eine große Herausforderung für unsere Mannschaft. Durch die Neuorganisation der Spielklassen verblieben nur die ersten Sechs der Bezirksliga in der Klasse. Ab dem siebten Tabellenplatz musste man zurück in die A-Klasse.
Das hieß also, direkt im ersten Bezirksligajahr war eine große Leistung notwendig, um den Klassenerhalt zu schaffen. Aber auch diese Hürde wurde von unseren Jungs gemeistert. Die Saison beendeten auf dem 6. Platz, sodass wir auch in der Saison 2003/2004 Bezirksligafußball in Kaifenheim sehen können.

Am 5. Juni 2004 gewinnt unsere Alte-Herren-Mannschaft zum ersten Mal den Verbandsgemeinde-Pokal auf dem Turnier in Müllenbach.

Im Laufe der Saison 2005/06 bekammen wir allerdings immer mehr Schwierigkeiten die Klasse zu halten. Aufgrund personeller und sportlicher Probleme reichte es am Ende nicht mehr. Der Abstieg aus der Bezirksliga war nicht mehr abzuwenden.
Da immer weniger Spieler für den Spielbetrieb zur Verfügung stehen, konnten wir für die neue Saison 2006/07 zudem leider nur noch eine Mannschaft stellen.
Diese Mannschaft ist nach langer Diskussion für die B-Klasse gemeldet worden.

Im Sommer 2006 wurde eine alte Tradition wiederbelebt. Es fand nach langen Jahren mal wieder ein Straßenturnier statt. Da der Sportplatz noch gesperrt war, wurde auf dem Bolzplatz ein Kleinfeld-Turnier mit vier Mannschaften veranstaltet. Trotz schlechtem Wetter machte es allen Teilnehmern Spaß.

Die Saison 2006/07 beendete unsere 1. Mannschaft auf dem 5. Tabellenplatz. Nachdem sie die meiste Zeit den 2. oder 3. Platz und somit einen Aufstiegsplatz innehatte, fiel die Mannschaft in den letzten Spieln dann doch noch etwas ab.

Für die neue Saison 2007/08 stehen nun einige Änderungen an.
Trainer wird der ehemalige Spieler Michael Pillig. Außerdem wird die SG erweitert. Mit dem SV Pyrmont Brohl, dem SV Forst und dem SV Brachtendorf wird unsere erste Mannschaft auf eine breitere Basis gestellt. Diese Konstellation hat außerdem den Vorteil, dass sämtlichen Vereine, die zur Zeit an der JSG beteiligt sind (außer dem SV Binningen) auch im Seniorenbereich einen gemeinsamen Weg gehen. Leider wurde allerdings der Meldetermin für die neue SG versäumt. Somit kann die SG offiziell vorerst weiter nur aus den Vereinen aus Hambuch und Kaifenheim bestehen, die Spieler der anderen Vereine müssen wechseln. Im nächsten Jahr soll dann die offizielle Gründung der neuen SG nach geholt werden. Mit dieser Verstärkung können wir dann auch wieder zwei Mannschaften melden.